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(16.12.2010) Cemil Sahinöz im Gespräch mit Xtranews: der Islam ist eine friedliche Religion

Cemil Sahinöz im Gespräch mit Xtranews: der Islam ist eine friedliche Religion

…..„Der Mensch mag das nicht, was er nicht kennt.”  …Ali, der vierte Khalif und Schwager des Propheten Muhammed

Gespräch mit Cemil Sahinöz, Soziologe und Islamwissenschaftler

Cemil Sahinöz, ein ausgewiesener Kenner und Experte auf dem Gebiet Integration und Islam sieht die Integration in Deutschland als nicht gescheitert an. “Wenn wir mit Integration das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen meinen, bin ich der Meinung, dass auf dem Gebiet einiges erreicht wurde. Allerdings wurden einige politische Ziele bisher nicht erreicht”, meint Cemil Sahinöz. Für ihn sind daher auf dem Gebiet der Integrationspolitik die Schwerpunkte Bildung, Erziehung und interkulturelle Begegnungen verschiedenster Art, von großer Bedeutung.

Bildung ist in den Ausführungen des türkischstämmigen und 1981 in Halle/Westfalen geborenen Sahinöz einer der Schlüssel zum Erfolg auf dem Themenfeld der Integrationspolitik.

“Viele hier lebende Türken investieren immer noch zu viel in ihre Heimat, finanziell wie auch ideell. Hier sollte ein Paradigmenwechsel stattfinden, zumal viele türkische Menschen bereits in der 3., manchmal sogar 4., Generation in Deutschland leben”, appelliert Cemil Sahinöz an die vielen türkischstämmigen MitbürgerInnen in Deutschland. Es erscheint ihm daher auch hierbei sehr wichtig, dass die Eltern in die Schul-und Weiterbildung ihrer Kinder hier investieren, um ihnen damit zu gewährleisten, an der Gesellschaft teilzuhaben. “Teilhabe an der gesamten Gesellschaft geht nur mit entsprechender Bildung”, sagt er folgerichtig.

Die derzeitige Debatte um die richtige Integrationspolitik war ein weiterer Punkt unseres Gespräches. “Natürlich hat Thilo Sarrazin mit seinen Veröffentlichungen eine richtige und wichtige Debatte angestossen. Doch sein Populismus war ohne reine Absichten”, so Cemil Sahinöz. So sei aber bis jetzt noch nichts wirklich positives aus dieser von Sarrazin verursachten Debatte entstanden. Hier wünscht sich Sahinöz weitergehende Diskussionen und politische Debatten.

Im weiteren Verlauf sprachen wir auch über die Befindlichkeiten von Menschen aus der Türkei, von hier geborenen türkisch Stämmigen und von Moslems allgemein. Cemil Sahinöz hob hevor, dass gerade die so genannten “deutschen Tugenden” wie Fleiß, Disziplin oder Pünktlichkeit große Anerkennung bei vielen MigrantenInnen aus islamisch geprägten Ländern findet. Nicht so gut weg kommen die Deutschen bei dem Punkt “Nachbarschaftskultur”. Dort wird oftmals nicht verstanden, das viele BürgerInnen lieber unter sich bleiben wollen und die Nähe zu anderen Menschen, Nachbarn, meiden. Das dies gerade in der Türkei eine ganz andere Tradition hat, ist bekannt. Gerade die Gastfreundlichkeit der türkischen Menschen wird immer wieder besonders, und vollkommen zu recht, hervorgehoben.

Auf die Frage, warum viele Deutsche Angst vor dem Islam haben, meint Sahinöz: ” Es ist die Fremdartigkeit, die den Menschen Angst macht. Hier muss wesentlich mehr, auch von muslimischer Seite, getan werden um solche Berührungsängste abzubauen. Ein jährlicher “Tag der offenen Moschee” reicht da nicht.” So begrüßt Sahinöz auch die neuerdings mögliche universitäre Ausbildung von Imame in Deutschland, wie es derzeit u.a. in Münster angeboten wird. Er betont, dass ein Imamstudium in Deutschland letztlich auch der hier lebenden moslemischen Jugend zugute käme, da sich ein solches Studium eben auch daran orientiert, dass die Muslime in Deutschland leben und deren Anliegen und Probleme also auch von daher beleuchtet werden. Cemil Sahinöz plädiert auch für einen islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen.

Angst vor dem Islam in Deutschland muss niemand haben, sagt Cemil Sahinöz und belegt dies mit einem Zitat von Ali, dem Schwager des Propheten Muhammed, welches zu Beginn der Artikels steht. Der Sinn dieses Zitates gilt für vieles im Leben, eben auch für das Zusammenleben von Menschen verschiedenster Herkunft und Religionszugehörigkeiten.

Zum Schluss des Gespräches sagt Cemil Sahinöz: “Der Islam ist, wie jede große Weltreligion, eine friedliche Religion!”

*Der Autor Cemil Şahinöz (Dipl. Soziologe; Doktorand der Theologie, Religionswissenschaft und Philosophie; geboren 1981) ist Gründer und Chefredakteur der Zeitschrift “Ayasofya”. Er hat verschiedene Bücher übersetzt und verfasst.

 

Detlef Obens, Xtranews, 16.12.2010

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(16.11.2010) Muslime.TV interviewt Cemil Sahinöz

[Vimeo 16864009]

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(15.10.2010) Ayasofya Nr.33 ist erschienen

 

DIE NEUE “AYASOFYA” IST DA!

Die interkulturelle, unabhängige Zeitschrift für Wissenschaft, Integration und Religion erscheint alle 3 Monate und kostet nur 2 Euro.

Ayasofya Nr.33 enthält u.a.:

– Zwischen Futuwwa und Pop-Kultur (Sulaiman Wilms)
– Gegen die Muslime (Abu Bakr Rieger)
– Tarik aus dem Netz (Kübra Yücel)
– Zu Superman-Imamen und Bacherlor-Imamen (Yilmaz Bulut)
– Türkei in der EU (Michael Sendker)
– Die juristische Auslegung von Gesetzestexten und dem Koran (Selma Öztürk)
– Generation „Feyizbook“ (Fatma Yüksel)
– Islamische Seelsorge (Ahmed Aries)
– Von notleidenden Banken und Finanzlöchern (Cemil Yildirim)
– Sarrazin, der Sozialdarwinist (Cemil Sahinöz)

und Türkisch:

– Mustafa Yildizdogan ile cok özel röportaj!!!!
– Yerken Dikkat (Songül Sahinöz)
– Bütün zorluklara ragmen Avrupanin geleceginden ümitliyim (Ahmed Akgündüz)
– Cile (Selma Öztürk)
– Michael Jackson ve kaliforniya Sendromu (Nevzat Tarhan)
– Yolunu sasiran sadece kuslarmi (Berrin Göncü-Isikoglu)

Die Zeitschrift ist auf Türkisch und Deutsch.

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Das Ayasofya Jahresabonnement jetzt zum Vorteilspreis mit gratis Buch:
http://www.ayasofya-zeitschrift.de/?page_id=89

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(21.08.2010) „Fasten ist Ölwechsel für den Körper“

haber (175)

Westfalen Blatt, 21.08.2010

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(19.08.2010) „Leben und Arbeiten mit türkischen und muslimischen Familien“ Neues Buch von Cemil Sahinöz

Wir leben in einer multi- und interkulturellen Gesellschaft, in der verschiedene Kulturen aufeinander treffen. Der Zugang zu den verschiedenen Kulturen ist für Außenstehende nicht nur aus Sprachgründen oft schwierig – und vor allem – auch aus kulturellen Gründen. Das Wissen und Erkennen von bestimmten kulturellen und religiösen Mustern erleichtert diesen Zugang. Diesem Ziel widmet sich dieses Buch, in dem die türkische und muslimische Kultur den Lesern näher gebracht wird.

Zum Bestellen:

http://lesen24.com/product_info.php?pName=leben-und-arbeiten-mit-t%FCrkischen-und-muslimischen-familien

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(18.08.2010) „Patient oder Kunde?“ Neues Buch von Cemil Sahinöz

Patient oder Kunde?

Krankenhäuser sind nicht mehr traditionell nur „Krankenhäuser“. Kundenorientierung und Wettbewerb haben sich in die Krankenhäuser eingeschlichen, so dass neue Konzepte entworfen werden, um die Professionalisierung zu bewerkstelligen. Fraglich bei diesen Konzepten ist, ob der „Patient“ noch immer Patient ist, oder schon als „Kunde“ gilt.

Um dieser Fragestellung nachzugehen und diesen Wandel in den Krankenhäusern darzustellen, werden in dieser soziologischen und empirischen Arbeit Managementkonzepte erforscht.

Zum Bestellen:

http://lesen24.com/product_info.php?pName=patient-oder-kunde&cName=deutsche-b%FCcher-cemil-sahin%F6z

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(28.07.2010) Loveparade und die “Sich-Freuenden“

Loveparade und die “Sich-Freuenden“

Es ist schon erstaunlich, was sich einige meiner Brüder und Geschwister leisten…

Da sterben Menschen in einer Massenpanik und man verurteilt diese Menschen für Alkohol- und Drogensüchtige, als würde man sagen, „Das habt ihr doch nicht anders verdient.“

Erst einmal Fakt ist, dass die Loveparade wohl eins der „unislamischsten Veranstaltungen“ der Welt sein mag. Dagegen gibt es wohl kaum Einwände.

Doch ein wichtigerer Fakt ist, dass dort Menschen gestorben sind. ..

Denn auch wenn die Loveparade „islamisch unkorrekt“ sein sollte, hat trotzdem keiner das Recht, so respektlos mit toten Menschen umzugehen, egal welcher Religion, Kultur oder Ethnie sie angehören.

Die Propheten haben auch alle getrauert um die Nichtmuslimischen-Opfer von Katastrophen, die durch Allah gesandt wurden. Denn es starben Menschen!

Ich versuche es mal aus der Sicht des “Sich-Freuenden“ zu betrachten.

Der “Sich-Freuende“ freut sich, dass Menschen gestorben sind, ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, Allah zu finden.

Der “Sich-Freuende“ freut sich, dass Menschen gestorben sind, die direkt, laut seinem Verständnis, in „die Hölle“ kommen.

Der “Sich-Freuende“ freut sich, dass Menschen gestorben sind, und nun jetzt im Jenseits “bestraft“ werden.

Kein aufrichtiger Muslim der Welt, der die Sunna des ehrwürdigen Propheten Muhammed (Friede sei auf Ihm) verfolgt, kann sich freuen, dass Menschen gestorben sind, in die Hölle kommen oder im Jenseits bestraft werden.

Es kann sich also nicht um aufrichtige Muslime handeln, die die Toten der Loveparade auf die schlimmste Art und Weise beschuldigen.

Denn der Muslim ist stets ein gerechter Mensch…

Ein gerechter Mensch lässt Gott die Entscheidung treffen. Ein gerechter Mensch sollte stets bemüht sein, Leben aufrechtzuerhalten. Denn das Leben ist das höchste Gut Gottes.

Solange es Leben gibt, gibt es auch den Muslim.

Der “Sich-Freuende“ sollte sich also nicht freuen, sondern traurig sein, dass er es nicht geschafft hat, diese Menschen zu erreichen und ihnen den Islam näher zu bringen.

Der “Sich-Freuende“ sollte also weinen…

… um der Opfer willen…

… und um seiner eigenen Willen… damit er nicht Rechenschaft vor Gott ablegen muss, warum er diese Menschen nicht erreichen konnte.

Think about it.

Cemil Sahinöz, Ikinci Vatan, 28.07.2010
http://www.ikincivatan.eu/loveparade-und-die-%E2%80%9Csich-freuenden%E2%80%9C-makale,331.html

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