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(18.04.2018) „Aile ici iletisim“ semineri verildi

Sabah, 18.04.2018

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(14.04.2018) Aile ici iletisim semineri

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April 14, 2018 · 12:29 pm

(31.03.2018) Besonnenheit

Islamische Zeitung, April 2018

Wie können wir mit Angriffen umgehen?

„Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt hätte, so wären fürwahr Mönchsklausen, Kirchen, Bethäuser und Gebetsstätten zerstört worden, in denen Allahs Name häufig genannt wird. Und Allah wird ganz gewiss denjenigen helfen, die Ihm helfen.“ (Al-Hadsch, 40)

(iz). Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der linken Bundestagsfraktion hervorgeht, gab es 2017 mindestens 950 Angriffe auf Muslime und ihre Einrichtungen. Die Behörden sprachen von knapp 60 Anschlägen, Schmierereien und Schändungen auf Moscheen und andere Stätten. Laut Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime würden in der Statistik nicht alle Delikte erfasst. „Es gibt ein großes Dunkelfeld, weil die Behörden, also Polizei und Staatsanwaltschaften, noch nicht dafür sensibilisiert sind und deshalb viele Fälle nicht in der Statistik auftauchen.“

Wie drängend das ist, zeigten die letzten Wochen. Ungeachtet der unterschiedlichen Motivlage kam es in Halle (Sachsen-Anhalt), Nordhausen (Thüringen), Berlin, Ulm, Bremen, Itzehoe (Schleswig-Holstein) und anderen Orten zu versuchten oder erfolgten Angriffen auf muslimische Gebetsstätten. Am verheerendsten war wohl der Brandanschlag auf die Räumlichkeiten der Berliner Koca Sinan Camii, die durch ein gelegtes Feuer zerstört wurde. Die Täter, mutmaßlich aus dem PKK-Umfeld, nahmen billigend den Flammentod der Anwohner in Kauf.

Die Regierung verurteilte am 16. März die Anschläge. Regierungssprecher Seibert sprach von nie zu rechtfertigenden, „widerwärtigen“ Taten. Die Verbrecher müssten ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden. Auch der Sprecher des Innenministeriums, Johannes Dimroth, verurteilte die Taten im Namen seines Dienstherren „aufs Schärfste“. Die Justizbehörden müssten mit aller Härte und Konsequenz dagegen vorgehen.

Trotz dieser Stellungnahmen sahen sich Vertreter von drei großen muslimischen Gremien (KRM, Zentralrat und Islamrat) genötigt, auf einer gut besuchten Pressekonferenz am 15. März in Berlin ihre Sicht der Dinge zu vermitteln. Sie warfen Politik und Gesellschaft mangelhafte Solidarität vor. Muslime fühlten sich nicht gehört. Laut DITIB-Vertreter Zekeriya Altug unternähmen die Sicherheitsbehörden zu wenig. Dabei stünden Muslime seit Längerem unter rechtsextremer Bedrohung. Seit Jahresbeginn habe es bereits 27 Übergriffe auf Moscheen gegeben. Nach Ansicht des Zentralratsvorsitzenden Mazyek sei es das Kalkül der Extremisten, Minderheiten weiter zu schwächen. „Wenn Moscheen brennen, dann brennt in erster Linie unser Land.“ Er wünsche sich mehr öffentliche Solidaritätsbekundungen. Burhan Kesici (Islamrat) betonte in Berlin einen wichtigen Aspekt seiner Presseerklärung vom 4. März. Bei Anschlägen auf und Übergriffen gegen Moscheen sei die Aufklärungsrate „enttäuschend“. In den meisten Fällen könnten Täter nicht ermittelt werden. So bekämen Muslime das Gefühl, sie seien der Politik egal.

Verein berät Moscheen
Auf eine Anfrage zum Thema berichtet der Kölner Verein FAIR International, der sich unter anderem mit der Diskriminierung von Muslimen beschäftigt, dass offizielle Statistiken zu solchen Vorfällen „lückenhaft“ seien. Das hätten eigene Recherchen ergeben. Offensichtlich antimuslimische Taten, die dem Verein bekannt seien, tauchten in der Statistik nicht auf. Hier bestehe noch Sensibilisierungsbedarf auf Behördenseite. Erschwerend komme hinzu, dass die Moscheen Übergriffe häufig gar nicht zur Anzeige brächten. Übrigens hätten nicht alle Angriffe einen „rechten oder rechtsextremen Hintergrund“. In letzter Zeit habe man zunehmend Angriffe von hiesigen Ablegern ausländischer Terrororganisationen wie der PKK registriert.

Neben der Erfassung widmet sich FAIR International auch der Beratung Betroffener. Man vermittle, falls nötig, „an Experten auf dem jeweiligen Rechtsgebiet“. Angriffe auf Moscheen dokumentiere man für die eigene Statistik. Der Verein setzt sich mit betroffenen Gemeinden in Verbindung. „Die erlangten Daten nutzen wir anschließend zur Aufklärung und Sensibilisierung über die Thematik, zum Beispiel bei Vorträgen oder Workshops.“ Da es sich bei den Aktivisten in Moscheen meist um Ehrenamtliche handle, die sich nicht wissenschaftlich damit beschäftigen, übernimmt der Verein diese Arbeit. „Viele, die zum ersten Mal Diskriminierung oder rassistische Angriffe erleben, empfinden es als sehr hilfreich und sind dankbar, wenn sie eine Hilfeleistung oder einen Rat in einer Ausnahmesituation erhalten.“

Für den Fall, dass einmal etwas geschieht, sei nach Ansicht des Vereins die Kooperation einer betroffenen Moschee mit der Polizei unabdingbar, eine Anzeige ein Muss. Die entsprechende Gemeinde sollte die jeweiligen Behörden, Ansprechpartner sowie die Antidiskriminierungsstellen kontaktieren. Auch die Kooperation mit örtlichen Verwaltungsbehörden sei für die Sensibilisierung der Gesellschaft sehr wichtig. Der Umgang mit Angriffen beschränkt sich für FAIR International nicht auf die Bewältigung eines Vorfalls. Es gibt auch Möglichkeiten zur Prävention. „Es ist zunächst einmal sinnvoll, die Sicherheitsmaßnahmen (wie das Anbringen von Kameras) in den Moscheen zu erhöhen. Die eigene Sensibilität zu steigern ist ebenfalls zwingend notwendig. Es gibt nach wie vor Gemeinden, die Übergriffe nicht melden.“ Der Kölner Verein sieht es auch als eine Aufgabe seiner Arbeit an, hier für Aufklärung zu sorgen.

Das Gespräch ist wichtig
Engin Karahan, Jurist und Berater in Köln, hat sich ebenfalls mit der Thematik von Angriffen auf Moscheen und eines sinnvollen Umgangs mit ihnen beschäftigt. Genauso wichtig für ihn sei aber auch die Prävention solcher Verbrechen. Konkrete Schritte brauche es „weit vor einem tatsächlichen Übergriff“. Solche Vorfälle dürften zwar nicht als Normalfall gelten. „Die Erfahrung zeigt aber, dass sie nicht außerhalb des Wahrscheinlichen liegen.“ Wichtig sei dabei zu verstehen, dass die betroffene Moschee nichts falsch gemacht haben muss. „Im Gegenteil, sie kann sogar mustergültig im Sinne der Offenheit und Verankerung mit der Mehrheitsgesellschaft sein und trotzdem ein passables Ziel für diese kranken Geister darstellen.“

Daher plädiert Karahan dafür, dass, je sichtbarer eine Moscheegemeinde ist, sie sich umso besser auf solch einen Ernstfall vorbereiten müsse. Damit meine er „zum Beispiel die Erstellung eines Sicherheitskonzeptes“. Darin sollten konkrete Fragen erarbeitet werden: Wer ist in solch einem Fall der direkte Ansprechpartner in der Gemeinde? Wer ist es auf Seiten der Polizei, der Stadtverwaltung etc.? Einen Teil davon müsse eine Gemeinde selbst umsetzen: das Anbringen von Sicherheitskameras mit Blick auf den Außenbereich oder die Installation von brandverhindernden oder -reduzierenden Maßnahmen. Dabei könne auf die Kenntnis der Brandschutzbehörde oder der lokalen Feuerwehr zurückgegriffen werden. „Mit der Polizei müssten die notwendigen Bedrohungslagen kommuniziert und zum Beispiel über entsprechend verstärkte Streifenpräsenz gesprochen werden.“

Für Engin Karahan spielt Kommunikation auch eine wichtige Rolle. Nach einem Vorfall gehe es neben der Schadensbewältigung auch um die Dokumentation und Öffentlichmachung. „Der beste Schutz, den solche Einrichtungen nach solch einem Vorfall brauchen, ist wiederum die vermehrte Aufmerksamkeit und der wachsame Blick der Öffentlichkeit auf diese Einrichtungen.“ Es sei dann oftmals leider erst diese geschaffene Öffentlichkeit, welche die Politik zum Handeln zwinge.

„Öffentlichkeit ist aber auch notwendig“, so der Jurist, „weil ein Angriff auf Gebetsstätten nicht einfach nur ein Problem von Muslimen ist, sondern ein Problem der gesamten Gesellschaft darstellt.“ Ein solcher stelle die Manifestation eines Menschenhasses dar, der mit einem Hass auf bestehende oder imaginierte Gruppen aufgrund ihrer Religion oder Herkunft zu tun habe. „Die Auseinandersetzung mit solchen menschenverachtenden Ideologien ist nicht alleinige Aufgabe der konkret hier betroffenen Muslime. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.“

Besonnenheit
Der Bielefelder Cemil Sahinöz gehört zu den aktivsten Muslimen der Republik. Unter anderem engagiert er sich in der Koordination der Moscheen seiner Heimatstadt. Auch in Bielefeld mussten Moscheen in den letzten Jahren Erfahrungen mit Negativfällen machen. Bei solchen Vorfällen reagierten diese natürlich mit „Schock“. Man stellte sich die Frage, wie so etwas geschehen könne. Als sich Anschläge wiederholten, kamen Ärger und Frustration hinzu. „Man fühlte sich allein und im Stich gelassen. Man erhoffte sich viel mehr Solidarität.“ Trotzdem habe die muslimische Gemeinschaft besonnen reagiert. Ihr sei klar geworden, dass eine falsche Reaktion Populisten nur bestärken würde.

Die Moscheen ließen sich nicht beängstigen oder einschüchtern. „Sie schlüpfen nicht in die Opferrolle.“ Vielmehr hätten sie ihre Arbeit und ihr „wichtiges gesellschaftliches Engagement“ fortgeführt. Denn letztendlich sei es nur eine lautstarke Minderheit, von der Anschläge, Diskriminierung und Rassismus ausgingen, „und nicht die Gesamtgesellschaft“. Natürlich seien Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden. Die Moscheen hätten professionellen Rat eingeholt und ihre Sicherheitstechnik aufgerüstet.

Ungeachtet der Negativerfahrungen setzt Cemil Sahinöz aber auf Aufklärung und Begegnung. „Ali, der Schwiegersohn des Propheten sagte einmal, dass der Mensch etwas, was er nicht kenne, zunächst nicht möge. Erst, wenn man sich kennenlerne, merke man, welche Gemeinsamkeiten man habe.“ Man sehe auch, dass genau dort, wo dieses Kennenlernen nicht stattfinde, die Zahl der Radikalen am höchsten sei. Daher sei es immer wichtig, sehr gute nachbarschaftliche Beziehungen zu führen, um sich kennenzulernen. „Dies kann auch, langfristig betrachtet, zu einer Reduzierung der Angriffe führen, wenn dieser positive Dialog auf allen sozialen Ebenen stattfindet.“

Prophetisches Vorbild
Auch Imam Benjamin Idriz, der in einer bayrischen Moschee arbeitet und das Münchener MFI mit betreibt, hat negative Erfahrungen gemacht. „Verbal kommt das leider häufig vor, wirklich gewaltsam sehr viel seltener.“ Wer persönlich attackiert werde, so der Gelehrte, laufe Gefahr, mit Gegengewalt zu reagieren. „Aber genau davor sollten wir uns hüten. Der Prophet Muhammad hat immer wieder erklärt, dass wir Muslime auf bessere, klügere und weitsichtige Art auf Unrecht antworten sollten. (…) Wir dürfen uns nicht provozieren lassen, sondern sollten immer daran denken, dass unsere Umwelt an unserem Verhalten abliest, was Islam ist.“

Auch Idriz setzt bei seiner Arbeit auf positive Kommunikation mit dem weiteren Umfeld. Es gebe in der Gesellschaft sehr viele, „die aufrichtig mit uns zusammenarbeiten und zu uns stehen“. Das sei in solchen Fällen immer das wichtigste Signal. Man müsse gegen jene zusammenstehen, die gegen das Miteinander hetzten und agitierten.

Schlussendlich hätten Muslime und Moscheegemeinschaften ein Beispiel am Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. „Ist es nicht dem Propheten Muhammad selbst auch so ergangen, dass er angefeindet, beleidigt und attackiert wurde? Wir können daran wachsen, wenn wir wie er reagieren. Es kann daraus schließlich auch eine weiter wachsende Solidarisierung der Gesellschaft mit uns Muslimen resultieren.“

Islamische Zeitung
https://www.islamische-zeitung.de/wie-koennen-wir-mit-angriffen-umgehen/

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(23.03.2018) MoneyGram unterstützt Integrationsprojekte – Ramadan Event

MoneyGram unterstützt Integrationsprojekte – Ramadan Event

Seit der Erstauflage 2016 unterstützt MoneyGram das Ramadan Event in Bielefeld als Hauptsponsor und engagiert sich so für ein friedliches Miteinander von Muslimen, Christen und allen anderen Religionen und Kulturen dieser Welt.

Die mehrtägige Veranstaltung, organisiert vom Bündnis Islamischer Gemeinden Bielefeld, ist eine Festveranstaltung, die tausende Muslime mit Nicht-Muslimen in Kontakt bringt. Aktionsstände, Musik- und Tanzauftritte sowie Lesungen sind nur ein kleiner Teil des Programms, welches die Besucher des Events erwartet. Der Höhepunkt eines jeden Tages, ist das gemeinsame Fastenbrechen nach Sonnenuntergang. Zahlreiche Essensstände versorgen hier die Besucher des Events mit allerlei Köstlichkeiten.

MoneyGram unterstützt das Event im Rahmen seiner Integrationskampagne und ist mehr als nur ein reiner Finanzsponsor. Die Besucher der Events konnten in den letzten beiden Jahren regelmäßig von den Aktionen der jährlichen MoneyGram Ramadan Kampagne profitieren. Besonders die kostenlosen Gebetsketten und Gebetsteppiche To-Go, haben es den Besuchern in den letzten Jahren angetan.

“Wir freuen uns, das MoneyGram unsere Idee eines jährlichen Ramadan-Events vom ersten Tag an unterstützt hat. Es ist ein tolles Zeichen für uns, wenn ein global aufgestellter Finanzkonzern wie MoneyGram auch darum bemüht ist, sinnvolle regionale Integrationsmaßnahmen – und das ist unser Event – zu unterstützen”, Cemil Sahinöz, der Initiator des Events und Vorsitzender des Bündnis Islamischer Gemeinden.

MoneyGram, 23.03.2018

https://integration-mitmachen.de/ramadan-event-bielefeld/

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(20.03.2018) Warum habt ihr Deutschen keine Trennwände in den Pissoirs?

Manchmal sind es die kleinen Dinge, wegen derer es verdammt lange dauern kann, bis man sich in einem Land zu Hause fühlt – so, wie zum Beispiel die Bauart der Toiletten.

Sercan erinnert sich noch vage an diesen Tag, damals im August 2015. Er war das erste Mal in Deutschland, wollte die Sprache lernen: einen Monat Summer School, Westfälische Wilhelms- Universität in Münster.

Als er zum ersten Mal die Toilette betrat, war er so überrascht über die offenen Urinale, dass er zu den Kabinen abbog.

Gerade ist er aber für ein Auslandsemester an der Freien Universität in Berlin. In Deutschland war er seit jenem Tag im August 2015 noch einige Male: in Frankfurt, in Köln, nochmal in Münster, jetzt Berlin.
Aber immer wieder fragt er sich: Warum steht Ihr beim Pinkeln eigentlich direkt nebeneinander? Ich fühle mich wirklich unwohl, wenn ich in Deutschland eine öffentliche Toilette benutzen muss, auch jetzt noch. Ich verstehe nicht, warum das so sein muss, ich kenne so etwas aus meiner Heimat nicht.

Cemil Şahinöz versteht das. Der 36-jährige Diplom-Soziologe und Islam-Experte erklärt, dass aus hygienischen Gründen zwischen Urinalen wahrscheinlich keine Trennwände nötig wären – „kulturhygienisch“ aber doch. „Es gibt Kulturen, ganz gleich ob muslimisch oder christlich, wo bestimmte Körperteile aus Scham bedeckt werden“, erklärt er.

Viele Menschen aus diesen Kulturkreisen hätten eine Sozialisation genossen, bei der bestimmte Körperteile, etwa die Geschlechtsorgane, nur in den allerseltensten Fällen entblößt würden. Dabei sei es egal, ob man sie – wie beim Arzt – bewusst zeige, oder eben auf der Toilette entblöße, sagt Şahinöz.

„Schamwände zwischen Urinalen sind immer auch „kulturelle Schutzwände“ “ Cemil Şahinöz, Diplom-Soziologe
In vielen Ländern werde der Gang zur Toilette als etwas so Intimes betrachtet, dass per se nur Toilettenkabinen aufgestellt würden, sagt Şahinöz. Die Türkei gehört allerdings nicht überall dazu. Auch hier pinkeln Männer im Stehen; Schamwände gibt es nicht immer. Sogar die Unterschiede zwischen Istanbuls Stadtteilen sind groß.

Prof. Dr. Ute Frevert leitet am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung den Bereich „Geschichte der Gefühle“ und forscht auch zu kulturellen Unterschieden im Schamverhalten. Grundsätzlich sei es so, sagt die 63-Jährige, dass Männern ein anderes Schamgefühl anerzogen werde als Frauen.

Männer dürfen hier Scham empfinden, wenn sie feige gehandelt haben oder in einer männlichen Konkurrenzsituation unterlegen sind. Ihren Geschlechtsorganen und Körperausscheidungen gegenüber aber dürfen sie schamfrei sein“, sagt Frevert, das könne man in Deutschland zum Beispiel am Wettpinkeln sehen.

Das Bedürfnis von Männern, sich hinter Schamwänden verstecken zu wollen, schätzt sie daher als recht gering ein – hierzulande.

Das eher geringe Schamgefühl im Bezug auf die männlichen Geschlechtsorgane schlägt sich übrigens auch im Baurecht nieder. Das ist weitestgehend Sache der Länder. Wenn man sich bei denen umhört, lautet der Tenor, dass es im Bauordnungsrechte so etwas wie „Schamvorschriften“ nicht gibt.

Klar – wenn kaum jemand ein Problem sieht, muss es auch nicht gelöst werden. Aber ist es den deutschen Männern wirklich so egal, dass sie beim Pinkeln immer nebeneinander stehen?

Florian Gontek, Bento, 20.03.2018
http://www.bento.de/today/deutschland-warum-steht-ihr-deutschen-am-pissoir-direkt-nebeneinander-2172836/

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(17.03.2018) İslam Almanya´nın bir parçasıdır

İslam Almanya´nın bir parçasıdır

Almanya´nın Bielefeld şehrinde faaliyet gösteren camilerin ve İslami kuruluşların çatı derneği BİG´in başkanı Cemil Şahinöz, yeni İçişleri Bakanı Horst Seehofer´in İslam, Almanya´nın bir parçası değildir sözlerini değerlendirdi.

Gazetemize konuşan Şahinöz, Cami saldırılarının arttığı şu günlerde, müslümanları kucaklamak ve onlara sahip çıkmak yerine, böyle bir açıklama yapmak, sadece ırkçıları güçlendiriyor. Tarihsel ve sosyolojik olarak İslam hem Almanya´nın hem Avrupa´nın bir parçasıdır. Tam 500 senedir müslümanlar bu topraklarda yaşıyorlar ve toplumun bir parçasıdırlar.

Avrupa´nin Sesi, 17.03.2018
https://www.avrupaninsesi.eu/haber/647/islam-almanyanin-bir-parcasidir.html

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(09.03.2018) Bunte Glaubenswelt. Marktplatzgespräch: Die Begegnung mit dem Anderen als Chance

Bunte Glaubenswelt

Marktplatzgespräch: Die Begegnung mit dem Anderen als Chance

Dialog als Bereicherung: Andreas Mattke und Marc Breuer folgen den Ausführungen von Cemil Sahinöz (von links).

Detmold. Das interreligiöse Miteinander in einer pluralen Gesellschaft war Thema des Abends „Bunte Glaubenswelt“ im Rahmen der Reihe „Marktplatzgespräche“ im Gemeindehaus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Detmold-Ost. Dr. Marc Breuer (Professor für Soziologie an der Katholischen Hochschule Paderborn), Andreas Mattke (Landespfarrer für Kirche und Schule) und Cemil Sahinöz (Autor, Soziologe und Vorsitzender der Islamischen Gemeinden Bielefeld) diskutierten über das Gespräch der Religionen und die Herausforderungen der Zukunft.

Denn schon jetzt, das zeigte Bildungsreferentin Monika Korbach einleitend auf, stelle die „Konfession der Konfessionslosen“ mit rund 29 Millionen Menschen die größte Gruppe in Deutschland dar. 23 Millionen seien römisch-katholisch, 21 Millionen in einer der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Der Bedeutungsverlust von Religionen in breiten Teilen der Bevölkerung sei eine Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert, die allerdings erst seit den 1970er Jahren in der Breite sichtbar sei, erläuterte Marc Breuer: „In den meisten Fällen verlieren die Menschen schlicht den Bezug zur Kirche und praktizieren ihre Religion nicht mehr“, erklärte er. Freikirchen seien derweil eine Minderheit. „Sie tun viel dafür, sichtbar zu sein, umfassen aber nur zwei Prozent der Bevölkerung.“  Die Zahl der Menschen muslimischen Glaubens werde auf 4,5 Millionen geschätzt. „Das ist deutlich weniger, als in der öffentlichen Diskussion oftmals vermutet wird“, sagte Landespfarrer Dieter Bökemeier. Eine politische Minderheit, die aber leider sehr laut sei, versuche fälschlicherweise einen Konflikt zwischen dem „christlichen Abendland“ und muslimischen Zuwanderern zu schüren.

Damit wurde deutlich: Religion und Bildung sind wechselseitig voneinander abhängig. „Konflikte entstehen zumeist dort, wo Menschen die Religion nicht kennen“, verdeutlichte etwa Cemil Sahinöz, der von einer langen Tradition des Islams in Deutschland spätestens seit dem 17. Jahrhundert berichtete. Die Begegnung mit dem Anderen sei für ihn eine Möglichkeit, auch sich selbst besser kennenzulernen. Andreas Mattke stellte fest: „Wer nicht bereit ist, auf den anderen zuzugehen, beschneidet seinen Erkenntnisgewinn.“ Der Landespfarrer für Kirche und Schule sieht Schulen, in denen Glaubenswelten aufeinanderstoßen, als Ort, an dem ein fruchtbarer Dialog zwischen Identitätsbildung und Pluralitätsfähigkeit realisiert werden kann. Dabei plädiert er für das Modell eines konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts, der Gemeinsamkeiten stärke, aber auch Unterschieden gerecht werde.

Lippische Landeskirche, 09.03.2018

https://www.lippische-landeskirche.de/7222-0186-1

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