(23.09.2014) Buchrezension: „Affäre Wulff“ und „Ganz oben, Ganz unten“

Titel: Affäre Wulff – Bundespräsident für 598 Tage – Die Geschichte eines Scheiterns

Autoren: Martin Heidemanns und Nikolaus Harbusch

Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf

 

Titel: Ganz oben Ganz unten

Autor: Christian Wulff

Verlag: C.H.Beck

 

Martin Heidemanns und Nikolaus Harbusch sind die beiden Journalisten, die die „Affäre“ Wulff aufdeckten und öffentlich machten. 2 Jahre lang recherchierten sie den ehemaligen Bundespräsidenten und deckten am 13.12.2011 eine Kreditaffäre auf. Dies war der Beginn des Abstiegs vom Bundespräsidentenamt. Weitere Anschuldigungen folgten, die Wullf zu einem Rücktritt zwangen. Der Druck der Medien war so hoch, dass Wulff im Februar 2012 nach 598 Tagen zurücktratt. In diesem Buch wird die Recherche von Heidemanns und Harbusch detailliert aufgezeichnet und protokolliert.

 

Man muss aber auch die andere Seite betrachten. Denn Wulff wurde von allen Vorwürfen frei gesprochen. Die Autobiographie von Wulff „Ganz Oben – Ganz unten“ zeigt daher die perfekte Inszenierung eines vermeintlichen Skandals. Dabei wird ersichtlich, welche Rolle die Medien spielen und wie sie als Manipulationsfaktor bestimmend sind. Deutlich wird auch, dass Wulff davon ausgeht, dass es sein positives Verhältnis zum Islam war, warum die Medien gnadenlos auf ihn einschlugen.

Cemil Sahinöz

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