(08.12.2007) Buchrezension: Ein Jahr im Kungfu-Kloster Shaolin. Der 11jährige David allein in China

„Ein Jahr im Kung-Fu Kloster Shaolin“ von Marion Schneider, erschienen im Schirner Verlag

Hat ihr Kind Sie schon einmal gefragt, ob er ein Shaolin Mönch werden darf? Dass dies sein „Traumjob“ ist. So ungewöhnlich das auch klingt, David aus Köln stellte diese Frage, als er mit 10 Jahren einen Kung-Fu Film über ein Shaolin Kloster gesehen hatte. Er sagte seiner Mutter: „Du, ich möchte nach China fahren?“ Doch er wollte nicht irgendwann nach China, sondern sofort, um baldmöglichst ein Shaolin zu werden.

10 Jahre alt war damals David, als er diese Bitte seiner Mutter gegenüber aussprach. Nun, er hatte schon öfters Filme wie „Die 36 Kammern des Shaolin“ gesehen und wohlmöglich auch mal in seiner Fantasie ein Shaolin Mönch gewesen. Doch diesmal war es ihm toternst.

Der Traum Davids erfüllt sich. Sie fahren tatsächlich nach China. Er wird mit viel Mühe im Shaolin Kloster eingeschrieben. Hier verbleibt er das nächste Jahr. Er lebt unter den Mönchen und Novizen des berühmten Shaolin Klosters. Hier erlernt er die uralten chinesischen Kampfkünste.

Die Mutter, Marion Schneider, eine China Expertin, schreibt in diesem packenden Buch einen ganz persönlichen Bericht. Durch ihre Liebe unterstützt sie den Traum ihres Sohnes, ein Shaolin zu werden. Gemeinsam durchstehen sie harte Tage, bis der Traum in Erfüllung geht. Marion Schneider hinterlässt ihren Sohn für ein Jahr im Kloster. Während der Sohn eine knallharte Ausbildung im Kloster bekommt, kämpft die Mutter mit ihren Ängsten.

In diesem Buch beschreibt sie ihre Ängste, Wünsche und Erlebnisse. Ihre Erlebnisse in China, die unbeschreibliche Gastfreundschaft und die völlig andersartige Lebensweise sind in diesem Buch so anschaulich beschrieben, dass man das Gefühl hat, David und seine Familie auf der Reise zu begleiten. Man lernt nicht nur etwas über die Shaolin, sondern auch etwas über die Geschichte, die Traditionen, die Lebensanschauung und den Humor dieser fernen und fremden Kultur.

Dies ist die Geschichte eines Kindes, der Shaolin werden will und seiner Mutter, die ihr Kind über alles liebt und ihr diesen einmaligen Wunsch erfüllen will. Es ist eine wahre Begebenheit, die den Leser in die Tiefen des Orients trägt. Lesepflicht für alle Shaolin Fans. Aber auch für keine Shaolin Fans, die einfach nur einen Anblick in diese faszinierende Welt bekommen möchten.

Cemil Sahinöz

Hürriyet – 07.12.2007


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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Rezensionen

Eine Antwort zu “(08.12.2007) Buchrezension: Ein Jahr im Kungfu-Kloster Shaolin. Der 11jährige David allein in China

  1. Dies ist tatsaechlich ein packendes Buch. Ich warte schon ungeduldig auf neue Erscheinungen von Marion Schneider. Auf Ihrer Website ist ein neuer Titel angekuendigt, mit Namen „Ein Hauch von Sandelholz und Zimt“. Allerdings handelt es im Orient und wird erst naechstes Jahr erscheinen.

    Ihre offizielle Website ist http://www.marionschneider.de

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