(12.05.2002) Warum Bedeckung?

Warum Bedeckung?

Zunächst einige Koranverse über dieses Thema:

„Ihr Kinder Adams! Wir haben Kleidung auf euch herabgesandt, dass sie eure Scham verberge, und Schmuck. Aber die Kleidung der Gottesfurcht, die ist besser (als die Kleidung, die nur äußerlich die Scham verhüllt). Das ist (eines) von den Zeichen Allahs. Vielleicht würden sie sich mahnen lassen.“ 7:26

„Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen (statt jemanden anzustarren, lieber) ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuchheit bewahren, den Schmuck, den sie (am Körper) tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht (normalerweise) sichtbar ist, ihren Schal sich über den (vom Halsausschnitt nach vorne heruntergehenden) Schlitz (des Kleides) ziehen und den Schmuck, den sie (am Körper) tragen, niemandem offen zeigen, außer ihrem Mann, ihrem Vater, ihrem Schwiegervater, ihren Söhnen, ihren Stiefsöhnen, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und ihrer Schwestern, ihren Frauen, ihren Sklavinnen, den männlichen Bediensteten, die keinen Geschlechtstrieb (mehr) haben, und den Kindern, die noch nichts von weiblichen Geschlechtsteilen wissen. Und sie sollen nicht mit ihren Beinen aneinanderschlagen und damit auf den Schmuck aufmerksam machen, den sie (durch die Kleidung) verborgen (an ihnen) tragen. Und wendet euch allesamt (reumütig) wieder Allah zu, ihr Gläubigen Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen.“ 24:31

„Und für diejenigen Frauen, die alt geworden sind und nicht (mehr) darauf rechnen können, zu heiraten, ist es keine Sünde, wenn sie ihre Kleider ablegen, soweit sie sich (dabei) nicht mit Schmuck herausputzen. Es ist aber besser für sie, sie verzichten darauf (sich in dieser Hinsicht Freiheiten zu erlauben). Allah hört und weiß (alles).“ 24:60

„Prophet! Sag deinen Gattinnen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen (wenn sie austreten) sich etwas von ihrem Gewand (über den Kopf) herunterziehen (yudniena `alaihinna min, dschalaabiebihinna). So ist es am ehesten gewährleistet, daß sie (als ehrbare Frauen) erkannt und daraufhin nicht belästigt werden (fa-laa yu’zaina). Allah aber ist barmherzig und bereit zu vergeben.“ 33:59

Der Islam sieht die Frau als sehr wertvoll an! Die Frau ist das Herz der Familie! Der Frau gab Gott (durch seine Barmherzigkeit) etwas, was die Männer nicht haben: Liebe zu den Kindern und zu den Mitmenschen ohne Gegenerwartungen! Ein Kind kann also seine Mutter noch so ärgern oder in Schwierigkeiten bringen, die Mutter wird niemals wirklich ihr Kind hassen oder nicht lieben.

Um den Wert der Frau erhalten zu lassen, und um sie vor belästigenden Blicken der Männer zu schützen, muss sich die Frau im Islam bedecken.

Aber sind denn die Männer so schlimm, dass sie nur an das EINE denken? Nein! Aber auch der Mann ist nur ein Mensch und kein Engel. Eine gut aussehende junge Dame, spärlich bekleidet, bringt den Mann auch auf schlechte Gedanken und er kann sich vielleicht nicht mehr beherrschen und folgt damit dem Teufel.

Die Bedeckung der Frau dient also sowohl zum eigenen Schutz als auch zum Schutz der Anderen. Der Islam ist eine Religion der Gemeinschaft!

Außerdem gibt es auch eine Bedeckung für den Mann, von dem aber viele nichts wissen oder wissen wollen. Der Mann muss sich auch bedecken, vom Knie bis zum Bauchnabel!

Männer und Frauen dürfen sich also nicht aufreizend kleiden, denn die Sittlichkeit regelt die Beziehung des Menschen zu seinesgleichen. Und dies bringt Pflichten mit sich! Auf dem Gebiete der Sittlichkeit hat der Islam dafür Sorge getragen, das die Quelle des Übels und nicht nur gewisse Anzeichen oder Folgen bekämpft werden.

Alle Religionen bezeichnen Unzucht und Ehebruch als Verbrechen – der Islam aber geht weiter: er schlägt Hilfsmittel zur Einschränkung der Versuchungen vor. Es wäre wünschenswert, dass jeder seine eigene Moral den Versuchungen gegenüber widerstandsfähig machte; ist es aber nicht klüger, die GELEGENHEITEN einzuschränken, bei denen schwache Charaktere – und das ist die weitaus größte Mehrheit der Menschen – in eine von vornherein verlorene Schlacht hineingezogen werden?

Cemil Sahinöz

Publiziert in: Ayasofya Nr.1, Mai 2002, S.26

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