Besondere Schulung für Imame

In der Moschee in Halle: Die Junge Union beschäftigte sich dort mit dem Islam und Chancen für eine bessere Integration.
Zunächst führte Sahinöz die Gruppe durch die Moschee und gab eine Einführung in den Islam und die dazugehörige Kultur. Die Moschee hat für die Muslime nicht nur religiöse Bedeutung, sie wird als Ort verstanden, an dem Religiöses, Soziales und kulturelles gleichermaßen stattfindet.
Im Gespräch mit Sahinöz ging dieser zuerst auf die Geschichte der türkischen Immigranten in Deutschland ein. In den 60-er Jahren kamen vor allem Gastarbeiter. Sie wollten Geld verdienen und später in die Türkei zurückkehren. Doch viele sind nicht zurück gegangen, blieben aber fremd in Deutschland.
Auch heute noch fühlten sich viele Menschen mit Migrationshintergrund fremd. Laut Sahinöz ist es deshalb wichtig, dass den Migranten gezeigt wird, welche Möglichkeiten es vor Ort gibt und an welche Stellen sie sich wenden können. Sowohl der Integrationsbeauftragte als auch die Junge Union sind sich sicher, dass eine gelungene Integration nicht ohne das Erlernen der deutschen Sprache funktionieren kann.
Eine wichtige Rolle spielten auch die Imame der Moscheen. Als Oberhäupter der jeweiligen Gemeinschaften haben sie in gesellschaftlichen Themen großen Einfluss auf die Besucher der Moscheen. Da die Imame häufig aber nur für wenige Jahre in Deutschland eingesetzt werden, sei es besonders wichtig, dass sie über die Möglichkeiten vor Ort informiert sind.
Den Vorschlag der Jungen Union, für Imame, die neu in Deutschland sind, entsprechende Schulungen anzubieten, nahm Sahinöz gerne auf.
In der abschließenden Diskussion waren sich alle Beteiligten einig, dass es viele gute Beispiele für gelungene Integration gebe. Beispielsweise werde in vielen Sportvereinen sehr gute Integrationsarbeit geleistet.
Westfälische Nachrichten, 01.07.2009
http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_warendorf/kreis_warendorf/1083859_Besondere_Schulung_fuer_Imame.html