Der Multikulti-Irrtum
MAN nehme eine Brise Vorurteile, vermische es mit subjektiven Erfahrungen, Verallgemeinerungen und Beleidigungen gegenüber der eigenen Kultur; und fertig ist ein Verkaufsschlager. Dass dies gelingt, haben Pamuk und Kelek vorgemacht. Seyran Ates macht es ihnen mit Bravur nach. Wenn es nach Ates geht, ist die türkische und muslimische Kultur unintegrierbar und undemokratisch. Das Integrationsproblem verlagert sie komplett auf die in Deutschland lebenden Türken und wirft ihnen so einiges vor. Dabei überträgt sie, wie Kelek, ihre völlig subjektiven, eigenen Erfahrungen auf die Gesamtheit der Türken in Deutschland. Dass ihre Thesen von Soziologen und Sozialwissenschaftlern allgemein niedergemacht werden, interessiert sie anscheinend nicht. So hat man beim Lesen der Lektüre den Eindruck, als würde man in einem anderen Land leben. Schade eigentlich.
Cemil SAHINÖZ
Hürriyet – 01.02.2008
Guten Tag Herr Cahinöz,
ich finde: das Buch von Seyran Ates ist ein Schmuckstück für das Denken und Schreiben von türkischen Intellektuellen. Orhan Pamuk ehrt die Türkei und auf Necla Kelek können Türken wie Deutsch stolz sein.
Weltbürger und Demokraten mögen Pamuk und Kelek sehr. Theokraten, Fundamentalisten und Freunde der Pressezensur und des seelischen Mittelalters nicht.
Gar nicht schade. Doch schade eigentlich, dass Sie sich vorläufig der Wahrheit und Klugheit verstellen.
Türken oder türkische Kultur nicht integrierbar? Wieso denn, Ates und Kelek und Cileli und Celebi sind bestens integrierbar und integriert. Diese alle sind Türken, diese alle stehen für türkische Kultur.
Gruß
Martina
Von: parallelgesellschaft am August 7, 2008
um 2:30
Verzeihung,
ich habe Ihren Namen falsch geschrieben
natürlich
Sahinöz
Von: parallelgesellschaft am August 7, 2008
um 2:30
Hallo „Parallelgesellschaft“, was bitte schön, ist an Ates und Kelek und co integriert?? Nur weil sie die türkische Kultur schlecht reden? Sind die Personen, die sie nicht als integriert sehen, deshalb nicht integriert, weil sie zu ihrer eigenen Identität stehen?
Von: Martin Bachhaus am August 7, 2008
um 11:12